Mundartabend an der Schlossgartenschule

Mundart in der Schule

Schulkinder lernen "schwätze wie de Opa"

Mit einem schriftlichen Projektbericht inklusive Film beteiligt sich die Klasse 5a der Schlossgartenschule Berghausen am landesweiten Mundartwettbewerb "Naseweis & wunderfitzig". Und die Schülerinnen und Schüler sehen mti einer gehörigen Portion Zuversicht den Dingen entgegen. Eine Jury wird entscheiden ob die Klasse zu den Preisträgern gehört, die am 9. Juli in Villingen-Schwenningen ihre Beiträge vorstellen können.
Das Projekt aus Berghausen trägt den Titel "Schwätze wie de Opa", sein Begründer ist Wolfgang Müller, der sich dem Dialekt in der "Mundart in der Schule" verschrieben hat. Im Unterrichtsfach Deutsch bringt der Pädagoge und nahmhafte Mundartdichter aus Söllingen den südfränkischen Dialekt, oder Pfinz-Fränkisch, unter die Pennäler. In der klasse 5a sind Jungen und Mädchen aller vier Pfinztaler Ortsteile, zudem ist deren Migrationshintergrund mit sechs Nationalitäten vielfältig. Mehrfach hat Müller mit der Klasse von Ria Knieper im Deutschunterricht ein Mundartstündle geübt, dazuz kamen Auftritte in Berghausen, Söllingen und Weingarten. Für den Schluss der kleinen Tournee hatten sich die Jungen und Mädchen die Aula der Schlossgartenschule ausgesucht. Dort wurden auch die erforderlichen Filmaufnahmen für den Wettbewerb gemacht. "Es lohnt sich wenn man sich anstrengt, da mach ich mit", rief nochmals Rektor Friedbert Jordan jenen Satz in Erinnerung, der zur Initialzündung für die Klasse 5a wurde.
Dialekt zu sprechen ist nach Meinung von Wolfgang Müller kein Hinweis auf Bildungsferne. Im Gegenteil, wer Mundart spricht, hält bewusst an einem sehr wichtigen Kulturgut fest. In der Aula der Parkschule bewiesen die Schüler Carlo, Celina, Daniel, Giusi, Isilay, Kotryna, Leon, Mehmet, Mustafa, Nadine, Nikos, Robin und Selina, dazu Ria Knieper, dass sie in Sachen Mundart schon viel gelernt hatten. Auch die vielen Zuhörer durften an passender Stelle mutig mitsprechen.
Reime und Verse hatten wie "von Herze", "En schwierige Ufftrag" oder "Pizza Capricciosa". Jeder Mitwirkende hatte mehrere Einsätze. Weitere Kostproben hießen "Leibspeis", "Probiere geht iwwer studiere", "No net soweit" und D'Gscheitmacher" (gemeint waren Walnüsse). Das finale Szenenspiel "Em Babbe sei Schlabbe", fand ein gutes Ende: Der gesuchte Hausschuh fand sich unter dem Sitz eines Zuhörers.

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