Sommernachtstraum

Sommernachtstraum
Mit Zickenkrieg aus des Dichters Hirn

Theater-AG brachte Shakespeares "Sommernachtstraum" in freier Bearbeitung auf die Bühne
Die Sprache ist klar, deutlich und auch unmissverständlich, wenn auch bisweilen etwas altmodisch. Kein Wunder, kam sie doch vor etwas über 400 Jahren aus der Feder von William Shakespeare. Der erfolgreichste Bühnenautor seiner Zeit zählt bis heute zu den meist gespielten Dramatikern der Weltliteratur. Keiner seiner Tragödien nahm sich die Theater-AG der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in Berghausen jetzt mit großen Zeitaufwand und ebensolcher Intensität an, aber doch der Komödie "Ein Sommernachtstraum", deren Premiere, eben frei nach Shakespeare, zu einem vollen Erfolg geriet.
Das Initiatoren-Trio Sabine Dannebauer, Isolde Dünner und Helga Wuttke war sich einig: "Ohne Tipps- und Ideengeber, Helfer und Leute, die uns einfach zur Seite standen, wäre es unmöglich gewesen, ein solches Projekt zu bewerkstelligen." Unter Regie der drei Pädagoginnen kam somit bei der Theater-AG (Mwirkende der Klassenstufen fünf bis zehn) etwas zu Stande, das vermutlich selbst den Dichter von der Insel berührt und gefreut hätte. Die Schwelle zum 17. Jahrhundert ist genommen. Shakespeare plagt gerade eine Schreibblockade. Sein Auftrag aber lautet, ein Stück für eine Hochzeit zu schreiben. Eine Komödie, das ist ihm klar, aber mehr im Moment auch nicht. Träumen ist angesagt, um die Lösung seines Problems zu finden. Nun setzt das ausgeklügelte Teamwork von Requisite, Musik und Licht ein, die fortan das Geschehen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, so trefflich in Szene setzen. Von nun an haben auch Elfen, Feen und Kobolde wichtige Parts inne. Mit im Spiel auch Oberon, der Chef der Kobolde, samt seinem Diener Puck und natürlich Titania, die Elfenkönigin. Eine besondere Leistung lieferten die Hauptdarsteller in ihren Sprechrollen ab. Den jeweiligen Szenen gab man markige Titel wie "Titania und Oberon haben Krach", "Puck, der schlaue Poltergeist, bei der Arbeit", "Titania wird erzaubert", oder "Hass oder Liebe Liebe oder Hass?". Selbst Hahnenkampf und Zickenkrieg finden im Stück ein Plätzchen. Bis, ja bis Puck aufräumt und alle sich wie gewünscht finden.
Nun liegt es am Dichter, aus diesem üppigen Traum etwas zu machen. Hofft jedenfalls Puck. Noch ist der "Sommernachtstraum" nicht verfasst. Der schlaue Puck aber hat Wort gehalten. Mit "Habt nur geschaut in des Dichters Hirn, unter diesem Nachtgestirn. Jetzt ist alles hier vorbei, feg hinweg die Träumerei. Klatscht kräftig in die Hände, das Spiel ist nun zu Ende" entlässt er das Publikum. Das ließ sich nicht zweimal bitten und verzieh damit den Theaterleuten zugleich deren Ortswechsel in die Aula der Parkschule. Denn angekündigt war das Spektakel open air im Hof der Gartenschule. Schlechtes Wetter aber ließ keine einzige Probe unter freiem Himmel zu.

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