Mensa-Einweihung

"Ein langer Traum ist endlich wahr geworden"
Mensa-Erweiterungsbau des Bildungszentrums Pfinztal gestern offiziell mit einem Festakt eingeweiht
Von unserem Redaktionsmitglied Martina Schorn
Pfinztal-Berghausen. Die Sonne strahlte mit den "Müttern" und "Vätern" des Erweiterungsbaus des Bildungszentrums gestern Morgen bei der offiziellen Einweihung um die Wette. Nach einem ökumenischen Gottesdienst wurde die Feier von Bürgermeister Heinz E. Roser eröffnet, der seine Ausführungen mit "die Schlacht ist geschlagen" eröffnete. Er ließ die Geschichte des Bauwerks, das eine Mensa, Klassenräume und eine Bibliothek beherbergen wird, kurz Revue passieren.
Schon im Jahr 2000, so Roser, sei der Ruf nach mehr Klassenräumen laut geworden. Die Schulleiter des Bildungszentrums seien auf die Gemeinde zugekommen und hätten angesichts der gestiegenen Schülerzahlen erneut auf die Schulraummisere aufmerksam gemacht. Für eine Schullandschaft in Containerbauweise konnten sich weder Lehrer, Schüler noch Eltern erwärmen. Im Dezember 2002 kam es gegen diese Pläne sogar zu einer Demonstration von nahezu 1 200 Schülerinnen und Schülern. Ein Architektenwettbewerb im Frühjahr 2003 endete mit der Erkenntnis, dass für die Realisierung des Siegerentwurfs Baukosten in Höhe von fünf Millionen Euro aufzuwenden gewesen wären. Das, so Roser, sei für die Gemeinde, im Blick auf die Finanzlage, unmöglich gewesen.
Einen Lichtblick gab es trotzdem. Die damalige Bundesregierung hatte im Jahr 2003 ein Förderprogramm zum Ausbau von Ganztagsschulen aufgelegt. Um auf diesen Zug aufspringen zu können, musste die Verwaltung gemeinsam mit den drei Rektoren bis Januar 2004 eine Planung samt Konzept aufstellen und den Antrag stellen. Die Zuschüsse wurden genehmigt, und so flossen 737 000 Euro für die Ganztagsschule und 144 000 Euro für die Ausstattung der Klassenzimmer. Das Land steuerte 169 000 Euro für die Baukosten der Klassenzimmer bei. Von den 2,3 Millionen Euro Gesamtkosten werden somit 1,05 Millionen Euro von Bund und Land übernommen. Nach etwas mehr als 15-monatiger Bauzeit ist das Gebäude jetzt fertig gestellt. Für den Gemeinderat und die Verwaltung sei dieses Projekt aufgrund der gesellschaftspolitischen Entwicklung ein großes Bedürfnis. "Unsere Kinder sollen damit die Möglichkeit haben, die in der Schule zu verbringende Zeit sinnvoll auszufüllen." "Mein Traum einer Mensa am Bildungszentrum ist in Erfüllung gegangen", freute sich die Vorsitzende des "Mensa-Fördervereins am Bildungszentrum Pfinztal", Christiane Fröhlich. Sie habe lange dafür gekämpft, dass alle Schülerinnen und Schüler ein vernünftiges Dach über dem Kopf haben und eine gute vitaminreiche Mahlzeit in der Mittagspause erhalten. Aber, so Fröhlich, Eltern sollten nicht nur fordern, sondern auch fördern. Zahlreiche Veranstaltungen zu Gunsten der Mensa wie etwa eine Bausteinaktion und kulturelle Veranstaltungen spülten 29 000 Euro in die Kasse, die teilweise für die Gestaltung des Außenbereichs verwendet werden.
Von Raumnot und Wanderklassen berichtete der Leiter der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, Waldemar Skrobanek. Diese Situation habe nun mit diesem Tag ein Ende. Da der Unterricht immer weiter in den Nachmittag wandere, sei eine Mensa für die Mittagspause unausweichlich. Sein Kollege Claus Achenbach von der Geschwister-Scholl-Realschule lobte Bauamt und Gemeinde für die Umsetzung des Projekts. Die Räume böten den Schülern mehr Möglichkeiten, und auch Hans Riehm vom Ludwig-Marum-Gymnasium empfindet das, was die Gemeinde geleistet habe, als zukunftsgerichtet. Im Anschluss an die Eröffnung gab es ein zünftiges Schulfest.
(aus den BNN vom 23. September 2006)

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